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Tore müssen fallen, nicht "umfallen" | lautete der Titel einer Informationsbroschüre der ständigen Konferenz der Sportminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland aus dem Jahre 2002. Mit Hilfe dieser Broschüre sollten Verantwortliche im Bereich Sport darüber informiert werden, welche Maßnahmen vorgeschrieben und erforderlich sind, um Tore gegen Umkippen zu sichern. Herr Dr. Josef Hesse von Schäper Sportgerätevertriebs GmbH: „Nunmehr sind 7 Jahre vergangen und wer glaubt, dass sich die Erkenntnis über die Gefahren kippender Tore im Vereinssport durchgesetzt hat, der hat weit gefehlt. Fragen Sie sich einmal selbst: Wie viele Vereine kennen Sie, bei denen die Tore entsprechend der Anforderungen gesichert sind? Der folgende Beitrag soll dazu dienen, die Gefahren kippender Tore sowie aktuelle Anforderungen an die Sicherungsmaßnahmen einmal darzustellen.“ Grundsätzlich darf die Gefahr kippender Tore nicht unterschätzt werden. So fiel auch im vergangenen Jahr so manches Tor auf deutschen Sportanlagen. Leider aber tatsächlich im wörtlichen Sinne und nicht, um die eigene Mannschaft zum Ziel zu führen.
Wie ist so etwas möglich? Fußballtore (insbesondere Jugend- und Trainingstore) sind aus Aluminium. Das Material ist nicht nur extrem robust und haltbar, sondern eben auch extrem leicht. Genau aus diesem Grund eignet sich Aluminium hervorragend für versetzbare Bolzplatz-, Trainings- und Jugendtore, die je nach Trainingsbetrieb mehrfach verstellt werden. Damit verbunden ist aber auch eine gegenüber Stahl oder Eisen verringerte Standfestigkeit. Gerade bei kleineren unteren Auslagen (hintere, untere Tiefe des Tores) kann es geschehen, dass eine starke Windböe oder ein starker Lattentreffer das Tor ins Schwanken oder sogar zum Umfallen bringt – ganz abgesehen vom unsachgemäßen Umgang als Klettergerät.
Dabei gilt: Je größer die hintere Auslage eines Tores ist, desto Standfester ist das Tor bzw. je kleiner die hintere Auslage, desto leichter kann das Tor kippen! Um dieser Gefahr entgegen zu wirken, schreiben sowohl der TÜV als auch die GUV (Gemeinde Unfall Verordnung) eine Sicherung gegen das Umkippen versetzbarer Tore zwingend vor. So schreibt der TÜV bspw. in der für Fußballtore relevanten DIN EN 748 „Es wird eine horizontale Kraft von 1100 N (Newton) auf die obere Mitte der Querlatte aufgebracht (...) es wird jedes Kippen festgehalten“. Dies bedeutet, dass ein Tor eine Kraft von ca. 112 kg – horizontal gezogen nach vorne – aushalten muss OHNE am Bodenrahmen auch nur minimal abzuheben! Dementsprechend schreibt auch die GUV eindeutig vor: „Tore für Ballspiele müssen gegen Kippen gesichert werden können.“
Aber wie viel Gewicht benötigen Sie für Ihre Tore, um dies nicht nur nach GUV gegen Kippen zu sichern, sondern auch den im Ernstfall anzuwendenden TÜV Anforderungen gerecht zu werden? Je nach Auslage der Fußballtore sind verschiedene Gewichte erforderlich, um der GUV und der DIN zu entsprechen (Folgende Angaben durch den TÜV Nord bestätigt!):
Tortyp Auslage (Tiefe) Kontergewicht Jugendtor (5 x 2 m) 1,0 Meter 200 kg Jugendtor (5 x 2 m) 1,5 Meter 125 kg Jugendtor (5 x 2 m) 2,0 Meter 100 kg Bolzplatztor (3 x 2 m) 1,0 Meter 200 kg Bolzplatztor (3 x 2 m) 1,5 Meter 125 kg Trainingstor (7,32 x 2,44 m) 1,5 Meter 170 kg Trainingstor (7,32 x 2,44 m) 2,0 Meter 100 kg
Aber wie genau sichert man nun versetzbare Trainings- oder Jugendtore? Lösungen zur Sicherung gegen das Umkippen von Fußballtoren gibt es reichlich. Hier sehen sich die Vereine jedoch mit zwei großen Problemen konfrontiert. Zum einen gibt es unterschiedliche Angaben zu Gewichtsgrößen. So reichen bspw. 100 kg Kontergewicht eben nicht pauschal für alle hinteren Auslagen. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist jeder Verein gut beraten, sich beim Kauf oder bei der Eigenherstellung von Kontergewichten auf die vom TÜV Nord bestätigten Gewichtsangaben zu beziehen. Ein weiteres Problem ist natürlich die finanzielle Situation auch und insbesondere von kleineren Vereinen. Gewichte mit fester Stahlfüllung sind auf Grund der hohen Rohstoffpreise meist genauso teuer wie das zu sichernde Tor. Aber auch hier gibt es Lösungen, so Herr Dr. Josef Hesse: „Unser Unternehmen Schäper Sportgerätebau stellt Gewichte zur Selbstbefüllung mit Quarzsand her. Dabei sind die Gewichte so gewählt, dass die erforderlichen Gewichtsgrößen nach TÜV und GUV erreicht werden können.“
Sei es wie es sei. Letztlich und endlich zählt nur eines: Die Sportler und hier insbesondere die jungen Sportler müssen so gut es geht gegen die Gefahren eines kippenden Tores geschützt werden. Und auch wenn die Gelder sehr knapp sind, so kann doch jeder Verein bzw. jeder Trainer darauf achten, dass die Tore wenigstens so gut es geht gesichert sind. Auch sollte jeder Verein in seinen Reihen ein Mitglied haben, der mit Metall arbeitet und ggf. ein einfaches Gewicht in Eigenleistung bauen kann. Auch einfache Sandsäcke oder das Abspannen der Tore nach hinten sind Alternativen. Diese entsprechen zwar in keiner Weise den Anforderungen nach TÜV und GUV – sie können aber ein zu schnelles Kippen der Tore verhindern und somit die Verletzungsgefahr durch kippende Tore reduzieren. Tore sollten nämlich besser fallen, nicht umfallen!
Sie brauchen Informationen zu Gewichtslösungen? Exklusiv für Kommunen, Städte und Vereine bietet Ihnen das Unternehmen Schäper eine umfassende Beratung zum Thema Kippsicherheit an. Wenden Sie Ihre Anfragen einfach direkt an das Unternehmen: : info@sportschaeper.de Tel.: 02534-621710. Beziehen Sie sich dabei zudem auf den Beitrag zum Thema Kippsicherheit und Sie erhalten bei der Beschaffung exklusive Sonderkonditionen. Quelle: aragvid-arag 11/09
Ihre lsb h – Vereinsförderung und –beratung
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